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Die Ausstellung, in der ich die Stühle fotografiert habe, heißt „Hello Image: The Staging of Things“. Sie will dem Publikum die ganze Geschichte hinter stilprägenden Objekten zeigen und verfolgt den Weg vom Entwurf und Bühnenbau bis zu Grafikdesign und Fotografie. Die Ausstellung zeigt, wie starke Bilder und Markenidentitäten entstehen und wie sie uns anschließend beeinflussen. Ob du Werke von Marianne Brandt oder ikonische Stücke von Martin Margiela und Issey Miyake betrachtest: Du siehst, wie Designer, Fotografen, Grafiker und Unternehmen zusammenarbeiten und wie ihre Rollen verteilt sind. Von Schreibmaschinen, Telefonen, Fernsehern und Schränken der Industriezeit bis zu Porzellan, Sofas, Videoarbeiten und alltäglichem Küchenzubehör vereint sie genau die Art von Objekten, die man in einem zeitgenössischen deutschen Museum für Kunst und Design erwartet.
Der auf den Fotos in Orange getauchte Raum ist ein Interieur, das der dänische Designer Verner Panton Ende der 1960er Jahre für den neuen Hauptsitz des Spiegel-Verlags in Hamburg entwarf. Sein Auftrag umfasste den Innenhof, die Eingangshalle, das Hauptfoyer, die Kantine mit Bar, ein Schwimmbad im Untergeschoss für die Mitarbeitenden, einen Konferenzraum der Redaktion mit einem empfangsähnlichen Wartebereich sowie die Korridore in den oberen Etagen für Geschäftsleitung und Redaktion. Hier wird Farbe erneut zum zentralen Gestaltungselement. Ganz im Stil Pantons spielt sie eine entscheidende Rolle dabei, die Räume visuell zu verbinden und ihre Dimensionen weicher wirken zu lassen. Über die Möbelausstellung hinaus verlangte der Vertrag, dass Panton Produkte von Knoll verwendet. Zudem entwickelte er eigens für dieses Projekt die Spiegel-Leuchte und brachte sie an Wänden und Decken wie eine leuchtende Verkleidung an. Nicht lange nach Fertigstellung des Gebäudes wurde das Schwimmbad durch einen Brand zerstört, während die Kantine weitgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten blieb. Heute gilt sie als seltenes und einzigartiges Beispiel gelebten Designs. Sie wurde der Stadt Hamburg geschenkt und ist nun im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen.
Ob mittelalterliche Skulpturen und Holzschnitzereien, Kirchenschätze und liturgische Gegenstände für den Altar, Stücke aus Renaissance-Wunderkammern, Barockskulpturen, kleine Bronze- und Elfenbeinarbeiten oder wissenschaftliche Instrumente, Metall- und Silberwaren, historische Tischservices, norddeutsche Volkskunst, europäische Fayencen und Porzellan, Glasobjekte oder die vielen Arten von Möbeln, die von mittelalterlichen Truhen bis zu multifunktionalen Stücken der neoklassizistischen Zeit reichen – das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg bringt all dies zusammen. Jedes Jahr sind rund neunhundert Objekte dauerhaft ausgestellt. Was du unter den bogenförmigen Kolonnaden im europäischen Stil und in den beiden symmetrischen Galerieflügeln siehst, ist nur die Spitze des Eisbergs seiner Sammlungen.




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