Reise & Planung für neue Reiseziele veröffentlicht. Kostenloser Versand in die meisten Länder der Welt.

Kostenloser Versand in die meisten Länder der Welt.

Navigationsmenü öffnen

Hamburgs Sehenswürdigkeiten: Die Stadt im Kreis entdecken

HAMBURG

6–8 STUNDEN
2025/09/13

Man sagt, Hamburgs Sehenswürdigkeiten bildeten einen perfekten Kreis – und irgendwie fühlt sich auch die Stadt selbst so an.

Was bedeutet es, die Mächtigen zu bewundern? Wirklich bemerkenswerte Menschen sind im Alltag selten; diejenigen, denen wir begegnen, sind oft nicht ganz oben. Nehmen wir Gao Xiaosong, der sich scherzhaft „kurz, groß und eng“ nennt – eine selbstironische Bemerkung, die durchaus zutrifft. Er sagte einmal, dass die Menschen in Europa tendenziell wärmer und ärmer werden, je weiter man nach Süden reist; im Norden findet man wohlhabendere, stolzere Nationen. Deutschland liegt irgendwo dazwischen – wohlhabend, diszipliniert und nicht gerade warmherzig. In Hamburg spürt man diese nordische Kühle besonders. Wenn du auf der Straße nach dem Weg fragst, könntest du genauso gut unsichtbar sein.

Wenn du hier in ein Café gehst, kann es passieren, dass du eine ganze Weile unbeholfen herumstehst, bevor dich überhaupt jemand beachtet. Selbst nachdem du 20 Euro ausgegeben hast, kann man dich noch auffordern, extra für ein leeres Glas zu bezahlen. Kaum zu glauben, dass es schon 2025 ist, wo sich Restaurants in China inzwischen so weit entwickelt haben, dass sie im Austausch für eine gute Bewertung kostenlose Gerichte anbieten – und dich zumindest innerhalb der ersten zehn Sekunden nach dem Eintreten wahrnehmen. In der U-Bahn traf ich zwei Jurastudenten aus Shanghai, die hier ein Auslandssemester machten; beide hatten dasselbe bemerkt – Diskriminierung kommt hier in vielen feinen Abstufungen daher. Aber zurück zum eigentlichen Thema: die Stadt selbst.

Auf der Karte bilden Hamburgs wichtigste Sehenswürdigkeiten einen Kreis um den Alsterfontäne-See und die Hamburger Elbphilharmonie. Wenn du länger bleiben möchtest, lohnt sich eine Hamburg Card, die Ermäßigungen für die meisten Attraktionen bietet. Es gibt sie mit und ohne Nahverkehr. Viele Reisende besitzen bereits das bundesweit gültige Deutschlandticket der Deutschen Bahn für 58 €, daher wird häufig die Variante ohne Nahverkehr gekauft. Die Preise sind erstaunlich günstig: 4,50 € für einen Tag, 7,50 € für zwei, 9,50 € für drei und 13,50 € für fünf Tage (gültig für einen Erwachsenen und bis zu drei Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren). Gruppenkarten für bis zu fünf Personen sind sogar noch günstiger. Beginnen wir die Tour im Uhrzeigersinn nahe dem Hauptbahnhof.

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist ein absolutes Juwel. Man kann sich darin endlos umsehen: Qi-Baishi-Gemälde, kaiserliche chinesische Gewänder, japanische Wappen und frühe Musikinstrumente – alles exquisit präsentiert. Ein Muss. Danach folgen Sprinkenhof und Chilehaus, beides architektonische Wahrzeichen. Wenn du hineinkommst, sind ihre Wendeltreppen perfekte Fotomotive (ich hatte Pech – am Wochenende geschlossen!).

Richtung Süden erreichst du das Internationale Maritime Museum Hamburg – ohne Frage fünf Sterne. Für alle, die sich für Schiffe, Marinegeschichte oder das Meer selbst begeistern, ist dies ein Paradies. Auf zehn Etagen gibt es Modelle, Karten und maritime Wunder zu entdecken – dort kann man leicht einen ganzen Tag verbringen. Etwas weiter westlich liegt das Miniatur Wunderland, die berühmte Miniaturwelt. Für Familien mit Kindern großartig – ich persönlich habe es ausgelassen. Es wirkte etwas überbewertet (und überteuert), aber die Meinungen gehen auseinander.

Dann weiter nach Süden zum Wahrzeichen Hamburgs, der Elbphilharmonie. Wenn man könnte, würde man ihr sieben Sterne geben. Schon die Architektur ist atemberaubend, eine Welle aus Glas und Klang. Im Inneren erfüllen Sinfonien von Weltrang die Luft, und während der Hamburg Cruise Days explodiert der Hafen in einem Feuerwerk, während riesige Schiffe vorbeiziehen – pures Spektakel. Die Termine findest du auf der offiziellen Website; das Festival findet jährlich statt, aber es zu erleben, braucht Glück. Selbst die Souvenirs in der Elbphilharmonie sind wunderschön gestaltet – weitaus besser als das, was man in München findet. Nördlich des Hafens steht das Museum für Hamburgische Geschichte – bei meinem Besuch leider wegen Renovierung geschlossen. In der Nähe bietet die Hauptkirche St. Michaelis einen Panoramablick über die Stadt, wenn du bereit bist, bis nach oben zu steigen.

Gehe weiter nach Norden und du erreichst Planten un Blomen, einen langen, üppigen Park – Hamburgs Antwort auf den Hongkong-Park –, ideal für einen ruhigen Spaziergang am Nachmittag. Richtung Osten überquerst du die Lombardsbrücke, die angeblich den besten Blick auf Hamburgs Seen und Brunnen bietet. Ehrlich gesagt? Schön, aber nicht atemberaubend.

Schließlich findest du nahe dem Herzen der Stadt die Hamburger Kunsthalle und das Hamburger Rathaus. Die Kunsthalle ist ein weiteres Museum, das man nur schwer wieder verlassen kann – eine Mischung aus Ölgemälden, moderner Kunst und stiller Schönheit. Das Rathaus ist zwar stattlich, wird aber vor allem als Hochzeitskulisse genutzt; oft sieht man frisch verheiratete Paare auf seinen großen Stufen posieren.

The Bartholomayhaus on Steinstraße near Altstädter Hof in Hamburg
The Bartholomayhaus along Steinstraße near Altstädter Hof in Hamburg
The Speicherstadtrathaus in Hamburg’s Speicherstadt district, one of the historic architectural attractions in Hamburg
View of St. Catherine’s Church in Hamburg with its striking spire rising above the canal bridge
Scenic riverside view of St. Catherine’s Church, a historic landmark among top tourist attractions Hamburg visitors love to photograph
Close up of the St. Catherine’s Church tower in Hamburg, highlighting its baroque spire and red‑brick façade