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Der einstige Glanz des Königreichs Bayern

DEUTSCHLAND・MÜNCHNER RESIDENZ

2-4 STUNDEN
2024/03/10

Der Eingang ist etwas schwer zu finden. Durch einen steinernen Torbogen gelangst du in einen von den Hauptmauern des Palastes umgebenen Innenhof mit einer grünen Rasenfläche in der Mitte. Auf der rechten Seite befindet sich eine kleine Tür, an der du Tickets kaufen kannst. Angeblich haben Studierende der Kunstgeschichte oder ähnlicher Fächer aus dem Freistaat Bayern freien Eintritt.

Reguläre Eintrittspreise:
Residenzmuseum: Vollpreis 9 €
Schatzkammer: Vollpreis 9 €
Cuvilliés-Theater: Vollpreis 5 €
Residenzmuseum + Schatzkammer: Vollpreis 14 €
Residenzmuseum + Schatzkammer + Theater: Vollpreis 17 €

Sobald du eintrittst, musst du zuerst deine Taschen abgeben. Du erhältst einen grünen Chip, mit dem du sie später wieder abholen kannst. Folge im Inneren den roten Pfeilen. Manche Wege können in Sackgassen enden, dann gehst du einfach ein Stück zurück und setzt den Rundgang auf einem anderen Weg fort. Kurz nach dem Eingang siehst du das 66 Meter lange, üppig dekorierte Antiquarium im Renaissancestil (Antikensaal, Raum 7). Danach führen gelbe Stufen zu vertrautem Exportporzellan aus der Qing-Dynastie, überwiegend mit blau-weißen Mustern und westlich geprägten Elementen wie Goldverzierungen und Königskronen. Weiter geht es zu den Kurfürstenzimmern, die mit Gemälden des Nymphenburger Schlosses und Münchner Straßen geschmückt sind. Die Münchner Residenz war im Zweiten Weltkrieg beinahe vollständig zerstört worden und wurde von der modernen Regierung schrittweise restauriert, doch die Ausstellungen sind noch immer atemberaubend.

Die Kurfürstenzimmer und die Zimmer der Kurfürstin zeigen vor allem Möbel und Betten, die zur Unterbringung von Gästen dienten. Weiter hinten liegen der Hofgarten und die Charlotte-Zimmer, benannt nach Prinzessin Charlotte Auguste. Diese Räume zeigen französische Porträts, Möbel und Alltagsgegenstände. Wer mit westlicher Palastarchitektur nicht vertraut ist, könnte die Münchner Residenz für eine weniger luxuriöse Version des Schlosses Versailles halten. Sie lässt sich als Sammlung der in Europa bevorzugten Stile und Handwerkskünste verstehen. Im Hofgarten und in den Charlotte-Zimmern sind sogar Musikinstrumente wie Harfen zu sehen.

Wenn du die Witwenstiege, die nach der Ehefrau Ludwigs I. benannt ist, durchquerst, siehst du das Vorzimmer der Königin, den Empfangssaal, den Hauptsaal, das Arbeitszimmer, die Bibliothek und das Schlafzimmer. Danach folgen die verschiedenen Räume Ludwigs I. und der Thronsaal. Daneben sind Ausstellungen mit dem Tafelgeschirr des Königs zu sehen. Der Reichtum ist unübersehbar. Einige Fotos wurden im Schloss Nymphenburg aufgenommen.