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Man sagt, Düsseldorf gehöre zu den sichereren Städten Deutschlands – zumindest gebe es hier weniger Herumtreiber als in Frankfurt. Rund um den Hauptbahnhof oder entlang der Königsallee sieht man trotzdem immer wieder ein paar Polizisten, die Wache halten. Tonhalle und Ehrenhof sind jedoch anders. Trittst du aus dem Bahnhof, zieht sich die Skyline der Stadt vom Stahlfachwerk der Oberkasseler Brücke elegant am Rhein entlang, offen und unverbaut. Die Brise vom westlichen Ufer trägt Lachen und Gesprächsfetzen herüber, streicht über deine Wangen und weckt in dir dieses stille, unruhige Gefühl von Freiheit.
Von Zeit zu Zeit entsteht ein kleiner Markt, der die Luft mit dem Duft von Essen und der Wärme angeregter Gespräche erfüllt – ein Fest für Augen und Sinne. Im Norden scheint das Gebäude unter jener grünen Kuppel selbst wie ein Herz zu schlagen und den Puls der Stadt in Musik zu verwandeln. Auf den Bannern in der Nähe schwingt Christoph Eschenbach, der renommierte deutsche Dirigent und Pianist mit dem im Licht glänzenden kahlen Kopf, mitten in der Bewegung seinen Taktstock und kündigt das Eröffnungskonzert der neuen Saison in der Tonhalle Düsseldorf an. Auf dem Programm stehen das Klavierkonzert Nr. 5 und die Sinfonie „Die Harmonie der Welt“. Da bekommt man unweigerlich Lust hinzugehen.
Nach ein paar weiteren Schritten gelangst du auf den Ehrenhof. Die Gebäude ragen hier wie Seiten aus Stein empor, jede einzelne schwer von Geschichte und Bedeutung. Der Kunstpalast und die Ausstellungshalle stehen still und unaufdringlich da, zugleich erfüllt vom Gewicht der Kultur. In der Dämmerung, wenn die Sonne ihr letztes Gold über die Fassade gießt, wirkt das Licht beinahe heilend – ein Balsam für die Müdigkeit des Tages und eine Erinnerung daran, dass Schönheit auch im Alltäglichen fortbesteht. Die aktuelle Ausstellung im Kunstpalast ist faszinierend – ich werde später darauf eingehen –, und wenn du meine Fotos genau ansiehst, entdeckst du vielleicht Hinweise auf etwas ziemlich Aufregendes, das ich hier besser nicht vorwegnehmen sollte.
Am meisten liebe ich an diesem Ort, dass er die Welt auf drei Dinge verdichtet: Musik, Kunst und den Fluss. Dreh dich um, und da ist wieder der Rhein, dessen flimmerndes Licht über das Wasser spielt. Wenn die Brise aufkommt, scheint die ganze Stadt mit ihr zu atmen – sanft, zärtlich und voller Leben.






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