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Wenn du in Suzhou nach Sehenswürdigkeiten jenseits des berühmten Gartens des bescheidenen Beamten und des Lingering Garden suchst, ist der Canglang-Pavillon der Ort, an dem sich der alte Geist Suzhous wirklich sammelt. Dies ist der älteste der klassischen Suzhou-Gärten, erbaut zwischen 1041 und 1048, und einer der wenigen, der vollständig von Wasser umgeben ist. Der Name stammt aus der Zeile „Die Wasser von Canglang sind klar, ich kann meine Quasten darin waschen“, und diese Klarheit spürst du noch heute, wenn du an hoch aufragenden alten Bäumen, gewundenen überdachten Korridoren und Teichen vorbeiwanderst, die die Pavillons spiegeln.
Tritt durch das Tor und du wirst von einer riesigen Felsformation namens Zhenshanlin begrüßt. Die meisten Leute machen hier ihre Fotos, weil die höhere Ebene dich ein wenig von den Menschenmassen fernhält, die an Feiertagen wie Qingming (Tomb-Sweeping Day) sehr groß sein können. Schau dir die Steine genau an. Einige sind warmgelb aus der Zeit der Nördlichen Song-Dynastie, als der Garten ursprünglich angelegt wurde. Andere sind hellgrau mit schwachen Streifen, die später in der Qing-Dynastie hinzugefügt wurden. Ein weiterer beliebter Ort ist Mianshuixuan. Leute fliegen extra nach Suzhou, nur um diese Aufnahme zu bekommen. An belebten Tagen musst du angeblich eine frühmorgendliche Reservierung vor sechs Uhr ergattern, um die Terrasse unter dem großen Baum am Wasser zu beanspruchen.
Der Canglang-Pavillon zeigt alles, was einen Suzhou-Garten besonders macht. Diese Gärten lieben die Idee der „geborgten Aussichten“. Fels und Wasser bilden die Kernlandschaft, und gewundene Korridore verbinden eine Szene mit der nächsten. Der Doppelkorridor hier hat die gleiche Magie wie der Kletterkorridor im Lingering Garden und der Wasserkorridor im Garten des bescheidenen Beamten. Durchbrochene Fenster und gerahmte Ausblicke lassen Menschen innerhalb und außerhalb des Korridors durch Schichten von Landschaft einander sehen. Allein der Canglang-Pavillon hat 108 dekorative Fenster mit jedem erdenklichen Muster. Es gibt quadratische und polygonale Formen, Fächer, Kreise, Vasen, abgefallene Blätter, Ruyi-Motive und Pfirsichformen. Es fühlt sich an wie ein lebendiger Katalog von Suzhou-Gartenfenstern.
Auf dem Pavillon selbst siehst du ein Couplet, das lautet: „Kühle Brise und heller Mond sind wahrlich unbezahlbar, nahe Gewässer und ferne Hügel sind voller Gefühl.“ Die erste Zeile stammt aus Ouyang Xius Gedicht über den Canglang-Pavillon. Die zweite stammt aus Su Shunqins Gedicht „Besuch in Suzhou“. Zwei Freunde schrieben zwei verschiedene Gedichte, aber ihre Zeilen passen perfekt zusammen, was viel über die Verbundenheit zwischen ihnen aussagt.
Wenn die Tage heißer werden und sich Suzhou nach Sommer anfühlt, kannst du dich im Yin Xin Stone House abkühlen. Der ganze Raum ist von Stein umgeben und fühlt sich natürlich kühl an. Steige vom Steinhaus hinauf und du erreichst den Kan Shan Turm, der auf einem Felsen südlich der Mingdao-Halle steht. Das Gebäude hat drei Ebenen: das Steinhaus unten, eine Halle in der Mitte und einen Turm oben, der einst über die Bäume ragte und weite Ausblicke auf die Stadt bot. Heutzutage versperren moderne Gebäude die Ferne, aber die geschichtete Struktur ist immer noch faszinierend.
Ein letzter Tipp: Es gibt Steinstufen und sanfte Hänge im ganzen Garten, trage also bequeme Schuhe. Wenn du neue chinesische Outfits liebst, kannst du sie trotzdem mit flachen Schuhen oder niedrigen Absätzen kombinieren. Deine Füße werden es dir danken, wenn du diesen zeitlosen Winkel Suzhous erkundet hast.






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