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Die verborgene Seite des Paradieses
Während Touristen zu den überfüllten Postkartenmotiven des Westsees strömen – der Zerbrochenen Brücke, dem Bai-Damm und der Beishan-Straße –, gibt es ein ruhigeres, wilderes Reich, in dem Natur und lokales Leben ungestört gedeihen. Willkommen in Maojiabu, dem ungeschliffenen Juwel am Rand des „Binnenmeers“ des Westsees, wo Sonnenlicht wie verstreuter Sternenstaub durch hohe Bäume fällt und die Zeit im Rhythmus der plätschernden Wellen langsamer wird.
Das Paradies für Fotografen, Zufluchtsort der Einheimischen
Maojiabu erwacht für zwei Gruppen zum Leben: Naturfreunde mit Teleobjektiven und ältere Menschen, die in ihrer Freizeit Tai-Chi üben oder mit ihren Enkeln lachen. Überwucherte Schilfflächen und schlammige Ufer beherbergen eine Symphonie des Lebens: Kormorane tauchen, Eisvögel schießen wie Smaragdpfeile dahin, und Enten gleiten über spiegelglattes Wasser. In der Luft mischen sich das Klicken der Kameraverschlüsse und das leise Gespräch der Einheimischen, die dieses Schutzgebiet für sich entdeckt haben.
Doch die wahre Magie liegt in seinem Licht wie in einer „natürlichen Softbox“. Hohe Metasequoien und dichtes Laub tupfen goldene Lichtflecken auf die Wege und tauchen alles in einen schmeichelhaften Schein, der perfekt für Fotos ist. Keine Menschenmassen, keine hastigen Posen, nur du, deine Kamera und die Freiheit, im goldenen Abendlicht dein Motiv zu verfolgen, ganz ohne unfreiwillige Fotobomber.
Maojiabus Charme wurzelt in seinem poetischen Erbe. Als Ursprungsort der Redewendung „黛色参天“ (dài sè cān tiān – „Smaragdtöne reichen bis zum Himmel“) wird es seinem Namen gerecht. Geschwungene Holzstege führen durch mit Seerosen geschmückte Feuchtgebiete, während jahrhundertealte Bäume kathedralenartige Kronen bilden. Für einen Moment besuchst du nicht einfach nur den Westsee, sondern betrittst ein Meisterwerk der Tuschemalerei.
Für Abenteurer: Miete dir an der Wassersportbasis ein Stand-up-Paddleboard oder Kajak und gleite an Reihern und Seerosenblättern vorbei.
Für jede Seele: Schlendere einfach los. Lass dich vom Rascheln der Blätter führen.
Praktische Tipps:
Anreise: Steige an der Bushaltestelle Shang Maojiabu oder Maojiabu aus. Beide Wege führen zu den Wanderpfaden, du musst dir also keine Gedanken über die „obere“ oder „untere“ Seite machen.
Stärkung: Nimm nach der Erkundung ein Taxi nach Zhihuiguan Weizhuang und probiere Hangzhou-Klassiker wie Dongpo-Schweinefleisch, oder gönne dir eine gemütliche Mahlzeit im Green Tea Restaurant.





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