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Bei der Planung meiner Reise nach Düsseldorf stieß ich unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt auf ein eindrucksvolles Foto – Gebäude, die so unkonventionell waren, dass ich herausfinden musste, wo sie standen. Eine kurze Suche verriet mir ihren Namen: Neuer Zollhof, Teil des Düsseldorfer MedienHafens.
Entworfen vom renommierten amerikanischen Architekten Frank O. Gehry in Zusammenarbeit mit BM+P Architekten PartGmbB und Frank Gehry | Gehry Partners LLP, wurden diese Bauwerke 1999, am Vorabend des neuen Jahrtausends, fertiggestellt. Das Ensemble aus drei skulpturalen Türmen wurde zu einem der emblematischen Wahrzeichen, die den Wandel des Hafens von einem alten Zollgebiet zu einem lebendigen Zentrum für Medien und Kultur markieren – ein konkretes Zeugnis von Düsseldorfs urbaner Metamorphose.
Jedes der drei Gebäude hat seinen eigenen Rhythmus und Charakter und löst sich von den Beschränkungen traditioneller Geometrie. Ihre Formen unterscheiden sich in Material, Höhe und Silhouette, während die Fassaden mit Kontrasten spielen: Ziegel, Edelstahl und glänzend weißer Putz existieren in dynamischer Spannung nebeneinander. Die unregelmäßigen, geschwungenen Wände winden und neigen sich mit einer unverkennbar dekonstruktivistischen Energie. Ein mit poliertem Edelstahl verkleideter Turm spiegelt den umgebenden Rheinturm, den Himmel und den Hafen wider – eine lebendige Spiegelung, die sich mit dem Licht verändert und faszinierend in Bewegung bleibt.
Stilistisch gehört der Komplex zur Tradition der Moderne, genauer gesagt zur Nachkriegsmoderne. Er greift den Geist der Bewegung des Neuen Bauens auf, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand: funktional, minimalistisch und häufig vorgefertigt. Bauliche Elemente werden betont – vorspringende Formen, freitragende Vordächer, aufgeständerte Platten, Flachdächer und Glasvorhangfassaden – Prinzipien, die gleichermaßen bei Wohnhäusern, Büros, Infrastruktur und Industrie zum Einsatz kamen.
Mit dieser kühnen Formensprache scheint Gehrys Schöpfung am Rhein entlang beinahe zu tanzen, weshalb sie vor Ort den Spitznamen „Tanzende Häuser“ erhielt. Auch heute zieht der Komplex unzählige Besucher und Fotografen an, die das Spiel von Licht, Form und Bewegung festhalten möchten – ein Symbol für den kreativen Geist der Stadt am Flussufer.




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