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Nachdem ich als Außenstehender in London den Lärm und die Leidenschaft des Brexit miterlebt hatte, fühlte ich mich beim ersten Spaziergang am Main fast sofort mit Frankfurt verbunden. Diese Stadt war unverkennbar anders – so verschieden von München, Nürnberg, Köln oder Düsseldorf. Diese Städte verkörpern das eher industrielle, nüchterne Deutschlandbild, das wir oft im Kopf haben. Frankfurt hingegen wirkt leichter und freier, mit einem Hauch London und vielleicht einer Spur Cambridge.
Der Fluss erinnert an die stillen Wasserwege von Cambridge, während das gegenüberliegende Cluster glänzender Hochhäuser, in denen Finanzzentralen sitzen, an Canary Wharf denken lässt. Doch hier wirkt die Atmosphäre entspannter und spontaner, weniger von jener starren Präzision geprägt, die man gewöhnlich mit Deutschland verbindet.
Der Main fließt selbst wie ein sanftes grünes Band und verbindet leise Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. An seinen Ufern laden Wege und Parks zum Spazierengehen, Radfahren oder Verweilen ein. Vom Flussufer folgt der Blick einer Skyline, in der schimmernde Glastürme mit den Türmen jahrhundertealter Kirchen Zwiesprache halten – ein Dialog zwischen Moderne und Geschichte am Horizont.
Museumsufer – Die Kulturpromenade am Main
Vielleicht ist der Museumsufer, der Museumsdamm, der faszinierendste Abschnitt am Fluss: ein kultureller Korridor mit mehr als dreißig Museen. Von klassischer Kunst bis zu avantgardistischem Design, von Kino und Architektur bis zur Menschheitsgeschichte und moderner Technologie – hier verdichtet sich die europäische Zivilisation zu einem eindrucksvollen Mosaik.
Beim Ticketkauf in einem dieser Museen kannst du nach dem Museumsufer-Ticket fragen (Preis: 21 €). Es ist eine kleine rote Karte etwa in der Größe einer Visitenkarte und gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Du musst deinen Nachnamen darauf eintragen; er dient als Ausweis für den Eintritt. Einige Museen gleichen ihn möglicherweise sogar mit deinem Reisepass ab, also fülle die Karte sorgfältig aus. Zusammen mit der Karte erhalten Besucher eine detaillierte Karte mit allen neununddreißig Museen sowie deren Adressen und Standorten auf beiden Seiten des Mains.
Einige persönliche Empfehlungen
1). Städel Museum (Karten-Nr. 36)
Ein Muss für jeden Kunstliebhaber. Von Rembrandt und Vermeer bis Picasso umfasst die Sammlung mehr als sieben Jahrhunderte. Auch architektonisch zählt es zu den elegantesten und sorgfältigsten gestalteten Museen der Stadt.
2). Deutsches Filminstitut & Filmmuseum (Karten-Nr. 5)
Eine spannende, interaktive Reise durch die Entwicklung des Kinos, vom Stummfilm bis zu digitalen Blockbustern. Großartig für Erwachsene und Kinder. Du findest Requisiten aus Star Wars sowie Mitmach-Stationen zu Licht, Ton und Bewegung. Hinweis: Filmen ist im Inneren nicht erlaubt, Fotografieren ohne Blitz jedoch schon.
3). Deutsches Architekturmuseum (Karten-Nr. 4)
Ein Schatz für Architekturbegeisterte. Die Ausstellungen reichen von modernen Designkonzepten bis zu detaillierten maßstabsgetreuen Modellen architektonischer Klassiker.
4). Jüdisches Museum (Map No. 20)
A pure white building marked by a distinctive tree at its entrance. Inside, you’ll discover the intertwined history of the Rothschild family and the city of Frankfurt — a quiet yet profound space of reflection and heritage.






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