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Viele sagen, Taoxichuan sei nicht bloß ein Objekt, keine bloße Ansammlung von Gebäuden und nicht einfach ein Viertel. Es verkörpert den modischsten künstlerischen Pulsschlag der Porzellanhauptstadt, ein Ideal und einen Geist. Ohne selbst dort gewesen zu sein, kann man sich kaum vorstellen, wie eine relativ kleine chinesische Stadt der vierten oder fünften Rangstufe wie Jingdezhen ein so umfassendes Kulturangebot tragen kann: wechselnde saisonale Ausstellungen und Vorträge, die als Brücken jeden Kunsthandwerker mit der Welt verbinden. Wenn man durch die Straßen der Keramikkunstallee Taoxichuan schlendert, spürt man den jahrtausendealten Puls der Porzellanhauptstadt, der aus jedem Ziegel und jeder Fliese strömt, an denen man vorbeikommt. Ihre Wärme und menschliche Lebenskraft offenbaren eine unvergängliche, blühende Vitalität.
Die Geschichte Jingdezhens reicht bis in die Östliche Jin-Dynastie zurück, als der Ort Changnan hieß. Während der blühenden Tang-Zeit erlangte Changnan durch sein Porzellan Berühmtheit. Doch die Stadt durchlebte auch eine Phase tiefgreifender Krisen. Ende der 1990er-Jahre erlebten staatliche Porzellanfabriken eine Entlassungswelle nach der anderen; veraltete Werkstattausrüstung blieb ungenutzt, und Zehntausende Arbeitslose machten ihrem Unmut Luft. 22 alte Fabrikgebäude sowie zahlreiche Tunnelöfen und Brennöfen verfielen, umgeben von Slums, stockenden Immobilienprojekten und weitverbreiteter Abwasserbelastung. Die Bewohner waren zutiefst unzufrieden. Jingdezhen wurde einst als eine der zehn verschmutztesten und chaotischsten Städte Chinas eingestuft. Die Kassen waren leer, entlassene Arbeiter hielten an überholten Vorstellungen und der Arbeitsplatzsicherheit staatlicher Betriebe fest und forderten überall Erklärungen. Dringend wurde Geld gebraucht, doch woher sollte es kommen? Von Unordnung zu Ordnung, vom Verfall zur Struktur, tastete sich Jingdezhen durch Erprobung voran. Das Sanierungsprojekt begann 2012, wobei der Erhalt oberste Priorität hatte. Sowohl die oberirdische Architektur der Altstadt als auch 700 Jahre alte unterirdische Artefakte wurden geschützt. Jingdezhen entwickelte sich weiter, ohne einen einzigen Baum zu fällen, ein einziges Gebäude abzureißen oder auch nur ein Stück Altmetall zu verkaufen. Aus der ursprünglichen natürlichen Zersplitterung ordnete man die Bestandteile allmählich und fügte neue Elemente hinzu. So entstand ein heute für junge Menschen traumhafter Ort. Eine abgeschlossene Altstadt wurde in ein Tourismusziel ohne Mauern und ein Modezentrum verwandelt.
Ab 2015 schuf die erste Gruppe junger Unternehmer, die angeworben wurde, um Stände an der Taoxichuan-Keramikkunstallee zu eröffnen, durch den allmählich wachsenden Besucherstrom verfügbaren Raum. Dazu kamen staatliche Unterstützung, Finanzierung, Projektinkubation, Vertriebskanäle und Partnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen. Viele junge Menschen, die nach Entwicklungsmöglichkeiten suchten, ließen sich hier nieder und kauften Autos und Wohnungen. Auf der einen Seite standen traditionelle Fertigkeiten und ein tiefes, über Generationen weitergegebenes historisches Kulturerbe; auf der anderen die sogenannten „Jingpiao“, junge Menschen ohne besondere Fähigkeiten, die Städte der ersten Reihe wie Peking, Shanghai und Guangzhou verlassen hatten. Diese beiden Gruppen fanden eine gemeinsame Basis. Unter Anleitung der Bezirksverwaltung half Jingdezhen ihnen durch Berufsschulungen und Livestreaming-Basen nicht nur, eine Richtung im Leben zu finden, sondern bot auch geistige Unterstützung und Anerkennung ihrer Werte. Projekte und hochwertige Gemeinschaften mit tiefen kulturellen Wurzeln wie „Wochenendmärkte“, „Yi Space“, „Yi Guest Actions“ und „Online Taoxichuan“ entstanden nacheinander und formten eine lebendige lokale Kultur. Lokale Galerien, Museen und Kultur- und Kreativinstitutionen boten den jungen Unternehmern hier zudem eine reiche materielle Grundlage und gute Bedingungen.
Wenn die Abendlichter aufleuchten und sanft die Nacht hereinbricht, pulsiert das heutige Taoxichuan-Wenchuang-Viertel vor jugendlicher Vitalität. Die von den umliegenden Lichtern gezogenen goldenen Linien verleihen der Nachtszene das Aussehen eines perfekten, fotogenen Reiseziels. Musik aus dem Hutaoli zieht durch die Menge und hallt wider. Unter Bewahrung historischer Kulturadern und städtischer Erinnerungen hat das Taoxichuan-Kunstzentrum eine wirklich nachhaltige Entwicklung erreicht.




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