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Nur wenige architektonische Ensembles schaffen es, so unterschiedliche Stile zu einer einzigen stimmigen Vision zu verbinden. Im Düsseldorfer Medienhafen steht Frank O. Gehrys Neuer Zollhof wie ein skulpturaler Dialog in drei Akten. Das Gebäude am nächsten zum Fluss, Gebäude A, erhebt sich aus tiefrotem Backstein, kantig und bewusst in seiner Geometrie. Das mittlere Gebäude B schimmert in Edelstahl; seine fließende, wellenartige Fassade spiegelt Himmel, Wasser und das wechselnde Licht des Hafens und zieht schon lange vor dem Näherkommen die Blicke auf sich. Zum Stadtzentrum hin zeigt sich Gebäude C zurückhaltender: Seine glatten, weiß verputzten Kurven biegen sich großzügig der Skyline entgegen.
Jedes Gebäude besitzt seine eigene Höhe und seinen eigenen Charakter: A, der Block am Flussufer, ragt elf Stockwerke empor; das reflektierende B kommt auf sieben, während C zur Stadt hin dreizehn erreicht. Anfang 2014 wurde Gebäude B vom Düsseldorfer Concept Team in Zusammenarbeit mit BM+P Hesse Haselhoff umfassend renoviert. Noch heute zeigt eine Drohnenaufnahme eine Oberfläche, die wie frisch poliert glänzt und den Hafen mit unverminderter Brillanz widerspiegelt.
Im Neuer Zollhof kommt der Genuss für den Gaumen genauso auf seine Kosten wie der fürs Auge. Im Erdgeschoss teilen sich zwei Restaurants, Meerbar und Rocca 800 °C, einen Besitzer und die Vorliebe für stilvollen Genuss. Meerbar serviert moderne mediterrane Küche und ist für fangfrische Meeresfrüchte und Fisch bekannt, doch auch edle Rindfleischstücke wie Tatar, Ribeye und Steak stehen prominent auf der Karte. Die Preise bleiben angemessen: Zwei oder drei Gänge gibt es für weniger als vierzig Euro. Die Vorspeisen reichen von der Suppe des Tages über vegetarische Platten bis zu frischen saisonalen Salaten. Zu den Hauptgerichten gehören gebratener Wildlachs mit Zitronen-Dill-Sauce, Tagliatelle mit Meeresfrüchten oder Filet mit Rotweinjus und Trüffel-Kartoffelpüree. Wer Süßes liebt, sollte das hausgemachte Tiramisu, warmen Schokoladenfondant mit Vanilleeis oder Panna cotta mit saisonalen Früchten probieren.
Wie der Name schon sagt, widmet sich Rocca 800 °C ganz der Kunst des Grillens. Das Herzstück des Restaurants ist ein amerikanischer Broiler, der Fleisch bei glühenden 800 Grad Celsius (1500 °F) scharf anbrät und Geschmack und Saftigkeit sofort einschließt. Gäste wählen zwischen klassischen Zuschnitten wie Ribeye, Filet und Sirloin und kombinieren sie mit Beilagen wie Pommes, Ofenkartoffeln, Rahmspinat oder geröstetem Gemüse sowie mit Saucen aus schwarzem Pfeffer, Rotwein, hausgemachtem Chili oder Knoblauch-Kräuterbutter. Neben den Steaks erinnert die übrige Speisekarte an die mediterrane Ausrichtung des Nachbarn. Ob man Meer oder Land bevorzugt, im Neuer Zollhof findet sich immer etwas Köstliches.






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